Man kann in Gesprächen mit Menschen eine Frage nicht vermeiden: „Was machst du beruflich?“. Am Anfang meiner Kariere war es mir etwas peinlich über meinen Beruf zu sprechen. Jetzt ist es ganz normal. Ich bin schon viele Jahre als Pornodarsteller tätig. Natürlich ist es nicht für jede Gelegenheit oder mit irgendwem geeignet, über das Pornoleben zu sprechen. Aber es ist im Grunde ein fairer Beruf, wie jeder andere.

 Pornodarsteller sprechen nicht gerne über ihren „Arbeitstag“. Es ist nicht so leicht und super, wie viele es wahrscheinlich denken. Ich habe angefangen in Filmen für Erwachsene zu spielen, als ich 19 Jahre alt war. Ich dachte auch, als ich zum ersten Mal in einem Porno spielen sollte, dass es leicht sein wird. Man hat ja nur Sex und jemand filmt es. Ich war aber im Unrecht. Männliche Pornodarsteller sind grundsätzlich in der Unterzahl, im Gegensatz zu weiblichen. Das ist für Männer immerhin gut, weil dass bedeutet, dass es weniger Konkurrenz gibt. Leicht ist es aber nicht. Es gibt viele Nachteile, wie zum Beispiel:

-wir müssen als Pornodarsteller auf Kommando einen Harten bekommen,

-wir müssen so lange steif bleiben, wie der Direktor es für die Szene geplant hat,

-wir dürfen nicht zu früh kommen,

-wir müssen auf Kommando kommen und viele mehr.

Es gibt aber auch viele Vorteile bei diesem Beruf, genau wie bei jedem anderen.

-Die guten und schlechten Seiten des Lebens in der Pornoindustrie

Es ist immer individuell, was man an einem Beruf gut und was schlecht findet. Was mein Leben als Pornodarsteller betrifft, finde ich, dass die physische Gesundheit etwas schwieriger zu erhalten ist. Pornodarsteller sind leicht ersetzbar. Deshalb muss man immer das beste von sich geben. Wenn ich mal zu spät zum Set kommen würde, würde der Direktor meine nächste Rolle schon jemand anderen gegeben haben. Es sollte Spaß machen. Mein erster Auftrag war aber alles andere außer Spaß. Manchmal ist es auch privat schwer mit dem Partner vor dem Geschlechtsverkehr umzugehen, stellen Sie sich das noch vor Kameras vor. Eine Szene wird so lange gefilmt, bis der Direktor mit ihr zufrieden ist. Das kann auch ein paar Stunden dauern, für nur eine Szene. Ich bin schnell müde geworden und konnte nicht mehr. Bis ich ein paar Tipps von meinen Kollegen bekommen habe, war es sehr schwierig. Mit jahrelanger Erfahrung habe ich gelernt worauf man achten muss. Deshalb mache ich es immer noch, es ist ein toller Job der gut bezahlt ist.